Angelegenheiten

Sprachförderung in allen Tageseinrichtungen für Kinder mit Zusatzbedarf (SPATZ) - Zuwendung beantragen

Verfahrensablauf

Die Zuwendung muss der Träger der Kindertageseinrichtung bei der zuständigen Stelle schriftlich mit dem vorgesehenen Formular beantragen.

Sie erhalten über die Bewilligung oder die Ablehnung der Förderung einen Bescheid.

Zuständigkeit

die Landeskreditbank Baden-Württemberg - Förderbank (L-Bank)


Voraussetzungen

Voraussetzungen für die Genehmigung sind:

  • Die Kinder besuchen eine Kindertageseinrichtung, die eine Sprachfördergruppe bilden kann und sprechen eine andere Muttersprache als Deutsch oder
  • Die pädagogische Fachkraft hat den zusätzlichen intensiven Sprachförderbedarf festgestellt oder
  • Ein Amtsarzt oder eine Amtsärztin hat bei der Einschulungsuntersuchung der Kinder einen Bedarf an intensiver Sprachförderung festgestellt.
  • Die Eltern der Kinder sind mit der Sprachförderung einverstanden.
  • Die Sprachfördergruppe dürfen drei bis sieben Kinder besuchen; bei Einrichtungen, in denen mindestens 80 Prozent der Kinder einen Migrationshintergrund haben: maximal fünf Kinder.
  • Für Flüchtlingskinder können je nach Vorortsituation eigenen Sprachfördergruppen mit bis zu vier förderberechtigten Kindern gebildet werden.
  • Können Fördergruppen wegen neu hinzukommender Kinder (Flüchtlingskinder) nicht während der Regelantragsfrist (bis 30. November) gebildet oder beantragt werden, so ist eine nachträglich Gruppenbildung bis zum 15. Februar des Bewilligungszeitraum möglich.
  • Die intensive Sprachförderung im Förderweg ISK (Intensive Sprachförderung im Kindergarten) beträgt 120 Zeitstunden, bei Sprachfördermaßnahmen im Rahmen der SBS-Bildungskooperation (Singen-Bewegen-Sprechen) 36 Zeitstunden.


Informationen

Das Land Baden-Württemberg unterstützt die zusätzliche Sprachförderung in Kindergärten (SPATZ) und anderen Kindertageseinrichtungen durch finanzielle Zuwendungen.

Folgende Träger von Kindertageseinrichtungen können Zuwendungsempfänger sein:

  • kommunale Träger
  • kirchliche Träger
  • sonstige freie Träger
  • geeignete andere juristische Personen
  • geeignete Gesellschaften des bürgerlichen Rechts

Die Höhe der Zuwendung beträgt 2.200 Euro je anerkannter Fördermaßnahme beziehungsweise Fördergruppe.

Hinweis: Beteiligen sich die Eltern aktiv an der Sprachförderung, können Sie als Träger pro Fördergruppe 500 Euro zusätzlich erhalten.


Erforderliche Unterlagen

  • ausgefülltes Antragsformular (einschließlich Anlagen)
  • Einwilligungserklärungen der Eltern

Alle Unterlagen finden Sie auf den Seiten des Kultusportals.


Gebühren

keine

Rechtsgrundlage

Freigabevermerk

Dieser Text entstand in enger Zusammenarbeit mit den fachlich zuständigen Stellen. Das Kultusministerium hat dessen ausführliche Fassung am 22.09.2016 freigegeben.

Praktische Infos